TagesWort: Rumpelkammer

Das Frühjahr kommt mir großen Schritten und somit ist auch der gleichnamige „Putz“ im Hause LollyJanePolly nicht mehr weit.

Zeit, sich von alten verstaubten Dingen zu trennen und Zimmer für Zimmer auf Vordermann zu bringen.

Leider auch mein persönliches Horrorzimmer

….die Rumpelkammer. Quelle: Pixabay

Eigentlich ist es ja gar keine echte Rumpelkammer, sondern ein geplantes Gästezimmer…. und dies schon seit einigen Jahren. Nur haben wir es bis heute nicht geschafft, das Zimmer richtig einzurichten.

….Und somit stellt jeder seinen Kram, den er gerade nicht braucht, einfach mal hinein.

Wird ja nicht gebraucht das Zimmer…oder zumindest nicht benutzt.

Es ist ja auch bequem, so eine extra Kammer.

Leere Kartons? Erst mal ab damit ins Kämmerchen! Heute Abend stecke ich sie ja in den Müll…. bestimmt…

Getränkekisten? Warum erst immer in den Keller? Im Kämmerchen ist doch noch soooo viel Platz! Also rein damit.

Vollgeschriebene Schulhefte? Hmmmm….Aufheben oder wegschmeißen? Ach erst mal ins Kabäuschen damit. Stören dort ja keinen. Später kommen die Wichtigen auf den Dachboden. (Mach ich gleich morgen Mama!)

Alte CDs…DVDs…Bücher…. ja, die wollen wir verkaufen. Und bis es so weit ist? Na? Klar! In die Rumpelkammer! Läuft ja nicht weg Ebay und Co…

Und so geht es immer weiter.

Das kaputte Bügeleisen, unbenutzte Leinwände, Schlitten, Klopapiervorräte, alte Spielsachen, Kleidersäcke…. alles rein in die gute Stube!

Und dann….Tür zu!

Tadaaaaa!

Alles weg!

Zumindest bis zum nächsten Frühjahrsputz. Oder bis zum nächsten Besuch. Denn vorher hat leider niemand Zeit gehabt, die Sachen aufzuräumen oder zu entsorgen.

Zu allem übel steht ja unter dem ganzen Gerümpel noch die Schlafcouch. Ist ja auch das Gästezimmer! Eigentlich. Seit mindestens zehn Jahren… oder so…

Aber wer braucht schon eine Schlafcouch. Die Gäste sollen mal nicht so zimperlich sein. Die Hälfte der Deutschen schläft sowieso zu weich. Also Isomatte auf den Boden…oder besser noch auf die ganzen Kisten…und eine gute erholsame Nachtruhe ist garantiert….

Zumindest für die Gäste in unserem Bett!

Ich male mir immer aus, welche Schätze vielleicht zum Vorschein kommen, sollten wir die Rumpelkammer doch einmal komplett aufräumen.

Vielleicht der jahrelang vermisste Schlafbär, die eine, lang beweinte Hello Kitty- Haarspange, oder gar der verschwundene Kellerschlüssel?

Übrigens, die wichtigen verschollenen Unterlagen werden auch dringend gebraucht!

…. Und da war doch noch das achtlos abgelegte Käsebrot…. 😀 😉

Gut. Da ich eine unerschütterliche Optimistin bin, hoffe ich ja auf einen versteckten Piratenschatz, oder zumindest eine wertvolle Antiquität… Geschmeide… das Tor zu einer Zeitmaschine… 😉

Hach ja….

Ich erinnere mich noch an die „echte“ aufregende und geheimnisvolle Rumpelkammer neben der Werkstatt meines Großvaters. Es war ein kleines Paradies. Dort entdeckte ich einmal ein altes Album voll mit Briefmarken und eine alte Geige. Es wimmelte von alten Puppensachen. Mittendrin stand dieser schöne Schaukelstuhl und am Boden die alte Matratze zum Hopsen. Als Kind liebte ich es, mich durch diese Wunderwelt zu graben. Hier ein schicker Hut mit Gesichtsschleier, ein alter Schirm, ausgelatschte Schuhe, ein Grammophon…

Ich bezweifle zwar ernsthaft, dass sich so etwas wundersames in unserem Kämmerchen angesammelt hat.

Ja… Hat es nicht…ich weiß es natürlich!

Da könnte ich lange suchen.

Trotzdem hoffe ich pünktlich zum Frühjahrsputz auf den Entdecker- und Forscherdrang meiner Kinder, sich gemeinsam mit mir, ins Abenteuer „Rumpelkammer“ zu stürzen… Wer weiß, was uns dort alles erwartet 😀

Sucht nicht nach uns in den Tiefen des Kabäuschens… es könnte gefährlich sein… 😀

Polly

 

TagesWort: Ginko

Als ich noch ein Kind war, ging ich jeden Herbst zum Blätter sammeln. Zuhause wurden sie gepresst, und dann klebte ich die lustigsten Herbstgesichter und Blättermännchen daraus.

Ich war immer auf der Suche, nach neuen Blattformen. Nahe beim Wald, im Garten einer alten Villa stand dieser Baum, mit den Blättern, die mich so an Watschelfüße erinnerten. In unserem ganzen Vorort habe ich kein zweites Mal, so einen Baum gesehen, wie diesen. Weiterlesen

TagesFrage

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Huhu, heute gibt es diese TagesFrage:

„Glaubst Du an Übersinnliches, was nicht zu erklären ist?“

Also erstmal glaube ich an Gott. Das empfinde ich aber nicht als „übersinnlich“.

Dazu kann ich eindeutig sagen: JA.

Aber ich glaube auch, dass es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, von denen wir keine oder nur eine leise Ahnung haben. Was das alles genau sein soll, kann ich gar nicht so richtig beschreiben.

Übersinniches….. Was ist das eingentlich?

Vielleicht Geisterwesen, Zauberei, Energieströme, Auren, Himmel, Hölle, Außerirdische, Zeitreisen… da gibt es so viel, was wir Menschen vermuten, aber nicht erklären oder gar beweisen können.

Als Kind hatte ich regelmäßige „Begegnungen“ mit einer „Weißen Frau“. Sie wandelte bei uns im Treppenhaus. Sie war schon alt und hatte langes Haar, welches sie zu einem Knoten gesteckt hatte. Sie trug immer das gleiche dünne Nachthemdchen, durch das ihre knochigen Beine schimmerten.

Sie stand immer oberhalb der Treppe und bewegte sich nie. Sie lächelte und schaute mich an. Anfangs fürchtete ich mich sehr vor ihrer Erscheinung. Natürlich glaubte mir auch niemand, dass ich sie sehen konnte. Mit den Jahren verlor ich die Angst und auch die Frau im Treppenhaus verblasste. Heute sehe ich sie nicht mehr. Manchmal habe ich aber das Gefühl, sie streift an mir vorbei.

Unser Haus ist schon über 200 Jahre alt. In den Chroniken ist überliefert, dass einmal eine Frau bei einem Treppensturz ums Leben kam. Die Umstände konnten nicht genau geklärt werden.

Ich weiß nicht, ob ich mir die Dame nur eingebildet habe, aber von dem Todesfall in unserem Haus, habe ich erst Jahre später erfahren…

So. Und jetzt seid ihr dran, falls ihr wollt. Glaubt ihr an Übersinnliches? Ich bin gespannt.

Eure Polly

 

TagesWort: Rollschuh

Heute möchte ich kurz über ein Wort schreiben, das in unserem Sprachgebrauch wohl auch bald ausgestorben sein wird. Ähnlich, wie der Plattenspieler oder der Kassettenrekorder…weil es einfach nicht mehr oft benutzt wird.

Das Wort meines Tages lautet „Rollschuh“.roller-skates-381216_640

Und ich schwelge in Erinnerungen! Heute sieht man sie kaum noch. Die echten. Mit je vier Rädern im Karree.

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Mein TagesWort: Eden

P1000882Heute schreibe ich über ein Wort, das mich schon immer beschäftigt hat. Es heißt „Eden“. Ich denke jeder kennt es und weiß was es bedeutet. Unabhängig von Religiosität.

Eden – das Paradies.

Natürlich ist es den meisten von uns hauptsächlich bekannt als „Garten Eden“ aus dem Alten Testament.

Aber was weiß ich noch über dieses Wort? Was denke ich darüber? Was sagt mir die Recherche? Warum ist es eines meiner Lieblingswörter geworden?

Gut.

Bevor ich mich aber der Recherche zuwende möchte ich zuerst beschreiben, was ich ganz persönlich über dieses Wort weiß. Weiterlesen

Mein TagesWort: Veilchen

Heute schreibe ich über eines meiner Lieblingswörter: „Veilchen“.

Es kommt mir oft in den Sinn, obwohl es ein eher unscheinbares, gewöhnliches Wort ist, ohne viel Schnickschnack. Man gebraucht es im Alltag nicht oft, außer man ist vielleicht Gärtner oder Boxer. Vom Aussterben ist dieses Wort auch nicht bedroht, wie so viele andere Wörter, die ich mag. Also nichts Besonderes. Und doch liebe ich es. Weiterlesen

Mein Tageswort: Insel

In den Freundschaftsbüchern meiner Kindergartenkinder, treffe ich oft auf die Frage: „Welche drei Dinge würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen?“

Ich antworte dann immer. meine Familie, ein Buch und Klopapier.

Aber stimmt das überhaupt? Wenn ich ehrlich bin, habe ich mir noch nie echte Gedanken darüber gemacht. Ich schreibe das immer einfach so. Weiterlesen