TagesLolly: Beamtendeutsch

Letzthin auf einer längeren Autofahrt, hörte ich einen interessanten Beitrag im Radio. Verschiedene Leute mit Rang und Namen lieferten sich eine Diskussion über den Sinn und Unsinn der Beamtensprache in Deutschland. Ich selbst hatte zum Glück noch nie sonderlichen Bedarf an Behördengängen, und wurde bislang von Wörtern wie: „raufutterverzehrende Großvieheinheit“ verschont. Weiterlesen

Halbzeit

Meine Lieben,

jetzt ist Halbzeit in meiner Schmerztherapie und zugleich noch ein Feiertag. Das heißt für mich, endlich mal wieder Zeit haben, und einen einigermaßen freien Kopf zum Schreiben.

Die letzten Tage waren interessant und anstrengend zugleich. Viele Informationen strömten auf mich ein. Viele Hausaufgaben, Übungen und Literaturempfehlungen haben mich geistig und körperlich ganz schön gefordert.

Was für Erkenntnisse konnte ich bis jetzt für mich mitnehmen?

Niemand kann mir den chronischen Schmerz nehmen. Das wird wohl nicht gelingen. Was mein Gehirn einmal gelernt hat, verlernt es nicht mehr. Aber es kann lernen besser und anders mit den Schmerzen umzugehen.

Welche Methoden kommen dafür in Frage?

Entspannungstechniken, Pausenmanagement, Aromatherapie, Phytotherapie, Bewegungstherapie, Psychotherapie, Ablenkung, Hausmittel… und noch vieles mehr. Natürlich nicht zuletzt auch die klassischen Schmerzmedikamente.

Eine nicht zu unterschätzende Rolle bei der Schmerzbewältigung spielt die seelische Verfassung.

Ja. Wie ist es denn um meine Seele bestellt? Wenn ich ehrlich sein soll, nicht so gut, wie ich es gerne hätte.

Stichworte, die mich hier besonders nachdenklich gemacht haben, sind Achtsamkeit und Selbstfürsorge.

Wie gehe ich eigentlich durchs Leben? Achte ich auf mich? Merke ich noch, was mir gut tut und was nicht? Kann ich NEIN sagen? Nehme ich mich auch selbst einmal in Schutz? Versuche ich dauernd allen anderen gerecht zu werden, nur nicht mir selbst? Hetze ich durch den Tag, oder gönne ich mir Pausen? Kann ich auch einmal Dinge hinnehmen, wie sie gerade sind, oder bin ich in einem ständigen Kampf mit mir und meinen Erwartungen an mich und meine Umwelt?

Viele Fragen, und noch mehr…. über die ich mir noch Gedanken machen muss.

Achtsamkeit, Entschleunigung, Loslassen, Gelassenheit… ja. All das hilft sicher auch im Kampf gegen den chronischen Schmerz.

Doch es ist nicht so leicht dies im Alltag zu leben, wenn man es anders gewohnt ist.

Veränderungen kommen nicht von allein. Das weiß ich. Und ich werde mir auch Gedanken darüber machen müssen, wo Energiefresser ihre Macht über mich haben. Was gut für mich ist, und was nicht.

Dabei muss ich vieles in meinem Leben genau betrachten.

Meine Arbeit, meine Ansprüche an mich, meine Ehe, meine Liebe zu mir selbst…. und nicht zuletzt Mike…wie soll und wird alles weitergehen? Was habe ich davon? Wie geht es mir damit? Was unterstützt mich, was schadet mir? Fragen über Fragen….

„Lass dich nicht vom Schmerz bestimmen.“

Das sagt sich so leicht. Aber es stimmt.

Zwar kann ich den Schmerz nicht verändern. Aber wie ich mit ihm umgehe, wie ich mein Leben gestalte, wie ich auf mich achte… das alles kann ich ändern. Es ist noch ein langer Weg zum   Ziel. Aber ein Anfang ist gemacht. Schauen wir einmal, wohin mich meine Füße tragen ☺

Bis bald, eure Polly 🙂

Typisch Zwilling…?

Ein Satz, den ich oft höre, lautet: „Das ist wieder typisch für dich! Da merkt man eben den Zwilling!“

Diese oder ähnliche Worte bekomme ich oft gesagt, wenn ich wieder einmal drohe im Chaos unterzugehen, oder wenn ich wieder hundert Hände bräuchte für meine Vorhaben, als nur zwei. Manchmal klatscht man mir mein Sternzeichen auch um die Ohren, wenn ich mich nicht zwischen zwei Dingen entscheiden kann, und am Ende beide mitnehme, wenn ich erst lache und Sekunden später die Tränen kullern, wenn ich so gar nicht bin, wie ich sonst bin, aber doch irgendwie so….und wieder anders… 😀 Weiterlesen

Osterpause

Meine Lieben,

ich wünsche euch allen erholsame Feiertage und ein frohes Osterfest!

Bis bald, eure Polly 🙂

 Quelle: Pixabay

„Viele haben über Jesu Auferstehung gepredigt und viele Worte dazu gemacht,
auf welche Weise er auferstanden sei.

Sieh du darauf, dass du wissest,
was die Auferstehung will, damit du in der Auferstehung bist und sie in dir!“

(Martin Luther)

Quelle: Pixabay

TagesFrage

 

Quelle: PixabayHeute ist es wieder einmal Zeit für eine Tagesfrage. Genauer gesagt sind es zwei.

Sie lauten:

„Was ist dein Lieblingswetter? Gibt es einen Zusammenhang zwischen deinem jeweiligen Befinden und dem Wetter?“

Ja, ich habe ein Lieblingswetter. Glaube ich. Eigentlich.

Es darf auf jeden Fall nicht zu kalt sein und nicht zu warm. Nicht zu nass und nicht zu trocken. Und unbedingt muss die Sonne scheinen!

Uuuuund es sollte wenn möglich noch in die jeweilige Jahreszeit passen.

Also ich würde mein Lieblingswetter als schönes Spätsommer- oder laues Frühlingswetter bezeichnen.

Hmmmm…

Ich mag aber auch sonniges Winterwetter, mit schönem Pulverschnee und goldenes Herbstwetter.

Regenwetter mag ich eigentlich gar nicht.

Obwohl, ich kann mich noch daran erinnern, als Kind halbnackig im warmen Sommerregen herumgehüpft zu sein. Und auch jetzt im Kindergarten, machen wir ab und an Pfützenhüpfen. Natürlich entsprechend angezogen 😀

Hauptsache die Sonne spitzt aus den Wolken hervor. Und ich habe die passende Kleidung an.

Trotzdem muss ich zugeben, oft ist es auch so, dass ich mir gerade das Wetter wünsche, was gerade nicht ist.

Ist der Sommer zu heiß, maule ich rum. Ist der Winter zu warm, motze ich auch. Ist es arschkalt passt es aber auch nicht. Denn dann friere ich schon allein durch die Tatsache, dass Minusgrade herrschen, egal wie dick ich angezogen bin.

Und meine Laune hängt fast immer auch vom Wetter ab.

An grauen Tagen bin ich auch grau. Innen und außen. Da bin ich oft wie der Himmel, nah ans Wasser gebaut und hab echt miese Stimmung. Müde bin ich auch meistens, wenn das Wetter schlecht ist.

Ist das Wetter freundlich und die Sonne strahlt, strahle ich auch. Da habe ich auch mehr Lust zu allem was ansteht. Viiiiiel mehr Elan und Schwung!

Kurz, wenn das Wetter passt ist alles in Ordnung. Passt es mir nicht, ist alles etwas schwerer.

Aber ich habe mich bis jetzt letztendlich doch noch mit allen Wetterkapriolen abgefunden.

So. Und wenn ich jetzt alles noch einmal durchlese, fällt mir auf, Petrus hat es echt nicht leicht mit mir 😀

…. und ich nicht mit Petrus 😉

Eure Polly

PS: Wie ist das bei euch und dem Wetter? Bin gespannt auf eure Antworten!

 

 

Sonntagsgruß

Bald ist es soweit!

Frühling weit und breit!

Die ersten Knospen sprießen, die Krokusse uns grüßen!

Aus, mit dem Wintergrau!

Die Sonnenstrahlen lecken, den Tau von Strauch und Hecken!

Der Himmel leuchtend blau!

Polly

Ich kann es kaum erwarten….

Früh im Jahr ist jetzt!!! 😀

Habt alle einen schönen Sonntag,

in froher Erwartung auf den baldigen Lenz! 

Txt: Wahn

Ein neues Wort beim txt-Projekt von Dominik Leitner. Und mein Beitrag dazu, der eigentlich keiner geworden ist 😉

Hm. Gut. Also das neue Wort ist diesmal Wahn… ganz toll. Wahn….

Ja.

Welcher Wahn?

Es gibt ja so viele Wahns…

Was ist eigentlich ein Wahn?

Fakt ist, ein Wahn ist auf jeden Fall eine Einbildung, die meistens unrealistisch, total übertrieben, und somit absolut falsch ist.

In manchen Fällen gar krankhaft zwanghaft unser Selbst bestimmt.

Lange bin ich mit diesem Wahn-Wort schwanger gegangen und habe immer wieder festgestellt, es ist so gar nicht mein Wort!

Mir fällt einfach nichts Gescheites dazu ein!

Zu keinem einzigen Wahn etwas schönes, das ich schreiben will! Ist das nicht schon alleine der reine Wahnsinn? Mein Hirn ist wie leergefegt.

Wahn… Wahn… gut.

Vielleicht schreibe ich etwas über den „Größenwahn“. Aber das würde dann wohl eher in eine politische Richtung gehen. Und das will ich eigentlich nicht. Da fällt mir immer mir unweigerlich Adolf Hitler ein. Mit seinem Größenwahn einer arischen Weltherrschaft. Sich selbst und eine ganze Rasse als Herrenmenschen über die anderen Menschen zu stellen???

Wie krank war das denn? Total schrecklich, beknackt und irr!

Da ist „Größenwahn“ ja noch untertrieben, ja fast schon schmeichelhaft.

Nein, kein schönes Thema.

Also lieber was anderes…

Nehme ich doch mal den „Liebeswahn“. Aber momentan ist die Liebe auch nicht so mein Ding.

Als Geliebte und Ehefrau durchs Leben zu gehen, ist eben nicht immer ganz leicht und unkompliziert. Außerdem ist Liebeswahn ja auch wieder eher negativ.

Wie alle Wahns an sich.

Liebeswahn erinnert mich doch stark an irgendwelche verrückten Typen, die anderen nachstellen. Im Glauben, es wäre die große Liebe. Und diese beruhe auf Gegenseitigkeit. Obwohl das mitnichten der Fall ist. 

Da denke ich noch düster an meine eigene Jugend. Als ich von Verbrecher-Frank  bis zum Erbrechen gestalkt worden bin. Er brachte es sogar fertig, mich einige Tage bei sich festzuhalten. Obwohl schon alles aus gewesen war. Und dann das ständige Anrufen und Auflauern… nein danke.

Daran will ich gar nicht erst wieder denken.

Und da sind wir auch schon beim nächsten Wahn, der mich im Anschluss an de Stalkerei tatsächlich befallen hat. Nämlich der „Verfolgungswahn“.

Das war vielleicht ein Zeug.

Hinter jeder Ecke hab ich den Kerl am Ende vermutet. Das wurde so schlimm, dass ich zeitweise überhaupt nicht mehr vor die Türe bin. Und selbst heute bilde ich mir manchmal noch ein, der Depp huscht immer noch hinter mir her.

Verrückt. Echt.

Also mein Ex verbindet gleich drei Wahns in einem. Größenwahn, Liebeswahn und Verfolgungswahn!

Ne. Also mit „Wahn“ hab ich’s echt nicht.

Wahn…Wahn…Wahn…

Versuch ich mal den „Schönheitswahn“. Was fällt mir denn dazu ein?

Eigentlich auch nicht viel. Außer dem krankhaften Nacheifern eines absurden Schönheitsideals. Immer ranker und schlanker. Faltenfrei und ewig jung und knackig. Apfelpo und Hammerbusen aber bitte Wespentaille. Sind wir mal ehrlich, welcher Normalo passt denn schon in solche Schablonen?

Die Zeit hinterlässt nun einmal ihre Spuren. Und nicht jeder kann und will Größe 34 tragen. Muss doch auch nicht sein. Die Welt ist bunt. Zum Glück!  

Wenn ich nur an Botox und aufgespritzte Lippen denke, finde ich, dass einst natürlich schöne Gesichter, dadurch oft nicht an Liebreiz gewinnen.

Bei Idealmaßen, die Frau – und mitunter auch Mann- besitzen sollen, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Und besonders darüber, was Menschen dafür alles in Kauf nehmen und wie sie sich dafür abrackern, diesen zu entsprechen.

Wer sich wohlfühlt in seiner Haut, ist doch genau richtig wie er ist. Trotzdem. Die einen huschen kurzerhand auf den OP-Tisch, die anderen betreiben exzessives Hanteltraining und die nächsten geißeln sich mit der tausendsten (meist erfolglosen) Diät… nein.

Darüber will ich auch wieder nichts schreiben.

Gesundheitsbewusstsein…. ok.  Aber immer auf dem Teppich bleiben. 

Allzu schnell kommt man vom Schönheitswahn zum Magerwahn, und ausgehungerte Zeiten hatte ich schon genug. Wenn auch nicht aus Gründen der Äußerlichkeiten.

Also auch wieder nix…

Eigentlich kann man ja hinter jedes beliebige Wort das Wörtchen Wahn anhängen… Geldwahn, Geltungswahn, Schokolandenwahn, Kinderwahn, Einkaufswahn, Geschenkewahn, ….

Puuuh… Wahnsinn… da komme ich ja aus dem Überlegen und Grübeln gar nicht mehr raus…

…über was ich jetzt wirklich schreiben soll….?!

Was nehme ich denn jetzt für einen Wahn?

Am besten keinen!

Also beende ich hiermit diesen, meinen persönlichen Wahnwitz… oder Wortwahn, und schreibe lieber nix. 😀

Polly 

PS: Vielleicht schreibt ja ihr einen Text zum Wahn 😀 Oder  habt ihr sogar einen ganz persönlichen Wahn? Dann lasst es mich wissen 😉