TagesLolly: Beamtendeutsch

Letzthin auf einer längeren Autofahrt, hörte ich einen interessanten Beitrag im Radio. Verschiedene Leute mit Rang und Namen lieferten sich eine Diskussion über den Sinn und Unsinn der Beamtensprache in Deutschland. Ich selbst hatte zum Glück noch nie sonderlichen Bedarf an Behördengängen, und wurde bislang von Wörtern wie: „raufutterverzehrende Großvieheinheit“ verschont. Weiterlesen

TagesKlick: Rose

Hallo ihr Lieben,

die letzte Woche meiner Schmerztherapie hat begonnen. Und ich frage mich jetzt schon, wie ich all das Gelernte und Gehörte in meinem Alltag unterbringen soll. „Stellen sie sich und ihre Gesundheit in den Vordergrund“, hat einer meiner Therapeuten gesagt. „Stopfen sie ihre Tage nicht so voll und nutzen sie etwas mehr Zeit für sich.“ Weiterlesen

Halbzeit

Meine Lieben,

jetzt ist Halbzeit in meiner Schmerztherapie und zugleich noch ein Feiertag. Das heißt für mich, endlich mal wieder Zeit haben, und einen einigermaßen freien Kopf zum Schreiben.

Die letzten Tage waren interessant und anstrengend zugleich. Viele Informationen strömten auf mich ein. Viele Hausaufgaben, Übungen und Literaturempfehlungen haben mich geistig und körperlich ganz schön gefordert.

Was für Erkenntnisse konnte ich bis jetzt für mich mitnehmen?

Niemand kann mir den chronischen Schmerz nehmen. Das wird wohl nicht gelingen. Was mein Gehirn einmal gelernt hat, verlernt es nicht mehr. Aber es kann lernen besser und anders mit den Schmerzen umzugehen.

Welche Methoden kommen dafür in Frage?

Entspannungstechniken, Pausenmanagement, Aromatherapie, Phytotherapie, Bewegungstherapie, Psychotherapie, Ablenkung, Hausmittel… und noch vieles mehr. Natürlich nicht zuletzt auch die klassischen Schmerzmedikamente.

Eine nicht zu unterschätzende Rolle bei der Schmerzbewältigung spielt die seelische Verfassung.

Ja. Wie ist es denn um meine Seele bestellt? Wenn ich ehrlich sein soll, nicht so gut, wie ich es gerne hätte.

Stichworte, die mich hier besonders nachdenklich gemacht haben, sind Achtsamkeit und Selbstfürsorge.

Wie gehe ich eigentlich durchs Leben? Achte ich auf mich? Merke ich noch, was mir gut tut und was nicht? Kann ich NEIN sagen? Nehme ich mich auch selbst einmal in Schutz? Versuche ich dauernd allen anderen gerecht zu werden, nur nicht mir selbst? Hetze ich durch den Tag, oder gönne ich mir Pausen? Kann ich auch einmal Dinge hinnehmen, wie sie gerade sind, oder bin ich in einem ständigen Kampf mit mir und meinen Erwartungen an mich und meine Umwelt?

Viele Fragen, und noch mehr…. über die ich mir noch Gedanken machen muss.

Achtsamkeit, Entschleunigung, Loslassen, Gelassenheit… ja. All das hilft sicher auch im Kampf gegen den chronischen Schmerz.

Doch es ist nicht so leicht dies im Alltag zu leben, wenn man es anders gewohnt ist.

Veränderungen kommen nicht von allein. Das weiß ich. Und ich werde mir auch Gedanken darüber machen müssen, wo Energiefresser ihre Macht über mich haben. Was gut für mich ist, und was nicht.

Dabei muss ich vieles in meinem Leben genau betrachten.

Meine Arbeit, meine Ansprüche an mich, meine Ehe, meine Liebe zu mir selbst…. und nicht zuletzt Mike…wie soll und wird alles weitergehen? Was habe ich davon? Wie geht es mir damit? Was unterstützt mich, was schadet mir? Fragen über Fragen….

„Lass dich nicht vom Schmerz bestimmen.“

Das sagt sich so leicht. Aber es stimmt.

Zwar kann ich den Schmerz nicht verändern. Aber wie ich mit ihm umgehe, wie ich mein Leben gestalte, wie ich auf mich achte… das alles kann ich ändern. Es ist noch ein langer Weg zum   Ziel. Aber ein Anfang ist gemacht. Schauen wir einmal, wohin mich meine Füße tragen ☺

Bis bald, eure Polly 🙂

Typisch Zwilling…?

Ein Satz, den ich oft höre, lautet: „Das ist wieder typisch für dich! Da merkt man eben den Zwilling!“

Diese oder ähnliche Worte bekomme ich oft gesagt, wenn ich wieder einmal drohe im Chaos unterzugehen, oder wenn ich wieder hundert Hände bräuchte für meine Vorhaben, als nur zwei. Manchmal klatscht man mir mein Sternzeichen auch um die Ohren, wenn ich mich nicht zwischen zwei Dingen entscheiden kann, und am Ende beide mitnehme, wenn ich erst lache und Sekunden später die Tränen kullern, wenn ich so gar nicht bin, wie ich sonst bin, aber doch irgendwie so….und wieder anders… 😀 Weiterlesen

TagesKlick

Heute morgen, als ich  zur Schmerztherapie antrat, lachte mir am Klinikeingang dieser, mit Blüten überhäufte, Baum zu.

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So als wollte er mir sagen: „Polly, es gibt so viel Schönes auf der Welt, an dem du dich erfreuen kannst! Öffne deine Augen und lass sie dir nicht mehr trüben! Durch nichts und niemand!“

Es war als wollte er mir zeigen, alles wird gut.

Und mit diesem Blütenzauber schicke ich euch heute einen lieben Abendgruß.

Habt eine gute Nacht und morgen einen sonnigen Tag!

Eure Polly

TagesWort: Rumpelkammer

Das Frühjahr kommt mir großen Schritten und somit ist auch der gleichnamige „Putz“ im Hause LollyJanePolly nicht mehr weit.

Zeit, sich von alten verstaubten Dingen zu trennen und Zimmer für Zimmer auf Vordermann zu bringen.

Leider auch mein persönliches Horrorzimmer

….die Rumpelkammer. Quelle: Pixabay

Eigentlich ist es ja gar keine echte Rumpelkammer, sondern ein geplantes Gästezimmer…. und dies schon seit einigen Jahren. Nur haben wir es bis heute nicht geschafft, das Zimmer richtig einzurichten.

….Und somit stellt jeder seinen Kram, den er gerade nicht braucht, einfach mal hinein.

Wird ja nicht gebraucht das Zimmer…oder zumindest nicht benutzt.

Es ist ja auch bequem, so eine extra Kammer.

Leere Kartons? Erst mal ab damit ins Kämmerchen! Heute Abend stecke ich sie ja in den Müll…. bestimmt…

Getränkekisten? Warum erst immer in den Keller? Im Kämmerchen ist doch noch soooo viel Platz! Also rein damit.

Vollgeschriebene Schulhefte? Hmmmm….Aufheben oder wegschmeißen? Ach erst mal ins Kabäuschen damit. Stören dort ja keinen. Später kommen die Wichtigen auf den Dachboden. (Mach ich gleich morgen Mama!)

Alte CDs…DVDs…Bücher…. ja, die wollen wir verkaufen. Und bis es so weit ist? Na? Klar! In die Rumpelkammer! Läuft ja nicht weg Ebay und Co…

Und so geht es immer weiter.

Das kaputte Bügeleisen, unbenutzte Leinwände, Schlitten, Klopapiervorräte, alte Spielsachen, Kleidersäcke…. alles rein in die gute Stube!

Und dann….Tür zu!

Tadaaaaa!

Alles weg!

Zumindest bis zum nächsten Frühjahrsputz. Oder bis zum nächsten Besuch. Denn vorher hat leider niemand Zeit gehabt, die Sachen aufzuräumen oder zu entsorgen.

Zu allem übel steht ja unter dem ganzen Gerümpel noch die Schlafcouch. Ist ja auch das Gästezimmer! Eigentlich. Seit mindestens zehn Jahren… oder so…

Aber wer braucht schon eine Schlafcouch. Die Gäste sollen mal nicht so zimperlich sein. Die Hälfte der Deutschen schläft sowieso zu weich. Also Isomatte auf den Boden…oder besser noch auf die ganzen Kisten…und eine gute erholsame Nachtruhe ist garantiert….

Zumindest für die Gäste in unserem Bett!

Ich male mir immer aus, welche Schätze vielleicht zum Vorschein kommen, sollten wir die Rumpelkammer doch einmal komplett aufräumen.

Vielleicht der jahrelang vermisste Schlafbär, die eine, lang beweinte Hello Kitty- Haarspange, oder gar der verschwundene Kellerschlüssel?

Übrigens, die wichtigen verschollenen Unterlagen werden auch dringend gebraucht!

…. Und da war doch noch das achtlos abgelegte Käsebrot…. 😀 😉

Gut. Da ich eine unerschütterliche Optimistin bin, hoffe ich ja auf einen versteckten Piratenschatz, oder zumindest eine wertvolle Antiquität… Geschmeide… das Tor zu einer Zeitmaschine… 😉

Hach ja….

Ich erinnere mich noch an die „echte“ aufregende und geheimnisvolle Rumpelkammer neben der Werkstatt meines Großvaters. Es war ein kleines Paradies. Dort entdeckte ich einmal ein altes Album voll mit Briefmarken und eine alte Geige. Es wimmelte von alten Puppensachen. Mittendrin stand dieser schöne Schaukelstuhl und am Boden die alte Matratze zum Hopsen. Als Kind liebte ich es, mich durch diese Wunderwelt zu graben. Hier ein schicker Hut mit Gesichtsschleier, ein alter Schirm, ausgelatschte Schuhe, ein Grammophon…

Ich bezweifle zwar ernsthaft, dass sich so etwas wundersames in unserem Kämmerchen angesammelt hat.

Ja… Hat es nicht…ich weiß es natürlich!

Da könnte ich lange suchen.

Trotzdem hoffe ich pünktlich zum Frühjahrsputz auf den Entdecker- und Forscherdrang meiner Kinder, sich gemeinsam mit mir, ins Abenteuer „Rumpelkammer“ zu stürzen… Wer weiß, was uns dort alles erwartet 😀

Sucht nicht nach uns in den Tiefen des Kabäuschens… es könnte gefährlich sein… 😀

Polly

 

TagesKlick: Lebenskraft

Hallo meine Lieben,

die Osterferien sind zu ende, und ich strotze geradezu vor Motivation und Kraft 😉

Genauso wie mein Osterstrauch!

Copyright: Polly

Blätter hat er zwar kaum eines bekommen, aber dafür unzählige Wurzeln. Sprich, er möchte noch nicht ausrangiert werden, sondern in den Garten 🙂

Und diesen offensichtlichen Wunsch erfülle ich ihm gerne. Eine Freude, soviel Lebenskraft zu bewundern!

Habt eine kraftvolle Woche! Eure Polly