Pollymoment: weil du fehlst

Es tut so weh… das Nichts.alone-791420_640

Es tut so weh… die Leere.

Es tut so weh… die Stille.

Es tut so weh… weil du fehlst.

Immer.

Du hast dich entschieden. Du willst Sachen anders machen. Und dann wieder nicht….

Ich kann das nicht mehr. Jeden Brocken Hoffnung schnappst du mir unter der Nase wieder weg… bevor du mir den nächsten hinhältst…

Ich glaube ich bin nicht mehr gut für dich. Weil ich so verletzt bin. So kann ich dir nicht geben, nach was du dich von mir sehnst. Unsere Unbeschwertheit… unser grenzenloses Vertrauen… unsere besondere Liebe…

Ich bin so traurig… weil ich auch brauche. Von dir. Aber du hast kaum genug für dich.

Da kann ich nicht gut für dich sein, obwohl ich es mir so sehr wünsche.

Dein Bild von dir und ihr… ich habe es gesehen. Genau im richtigen Moment. Bevor du es wieder gelöscht hast. Es tut so weh.

Ich verstehe deine Beweggründe. Du brauchst es jetzt so leicht wie möglich. Mit mir wäre es erst einmal nicht so leicht. Das verstehe ich.

Du sagst die Wünsche sehen eben anders aus als die Realität. Aber wer sagt, dass unsere Wünsche nicht zusammenpassen? Wer sagt, dass wir beide sie nicht erfüllen könnten?

Du sagst es. Weil du Angst hast. Ich verstehe dich. Aber es zerreißt mich. Du möchtest von allem die Zuckerstückchen. Und das bedeutet, dass du mich immer wieder verletzt. Und sie auch. Auch wenn sie es nicht ahnt. Du hast deine Gründe. Für sie…. und für mich…

Du sagst bei uns war die Liebe schon immer da…für mich ist sie auch jetzt da. Auch jetzt, wo es ist, wie es ist… auch jetzt, wo du anders bist, als jemals zuvor. Auch jetzt, wo dein Körper seine Kraft verliert und deine Seele in Tiefe Abgründe blickt.

Ich liebe dich. Aber ich mache dir das Leben im Moment nicht leichter. Du sagst alles ist negativ. Ich sehe es anders. Ich möchte es dir zeigen. Aber du schaust nicht hin. Du bleibst in deinem Loch. Du suchst nach meiner Hand, aber wenn ich sie dir entgegenstrecke, dann kletterst du ein Stück hinauf, nur um dann ohne Vorwarnung einfach wieder loszulassen… So geht es immerfort. Langsam versinke ich auch. Ich weine und schreie und will dich halten… aber es gelingt mir nicht. Also ziehe ich mich zurück… werde vorsichtig… warte… harre aus… bis du mich wieder lockst… und dann…

Dann verschanzt du dich wieder. Nimmst mich nicht mit. Lässt mich allein… immer und immer. Jetzt gehe ich nicht mehr freiwillig zum Loch… Jetzt erwarte ich, dass du ein Stück weiter herauskommst, damit ich dich greifen kann… Aber das schaffst du nicht. Und ich auch nicht. Und das tut weh. Uns beiden. Aber für dich will ich gut sein.  Und kann es nicht.

Vor Wut und Enttäuschung habe ich dir geschrieben, lass  mich bitte in Ruhe. Ich will dich nicht mehr. So nicht.

Mein Entschluss ist es zu lassen. Dich zu lassen. Und dir zu zeigen, dass ich Grenzen habe.

Ich will dich nicht nicht… ich will dich immer. Aber so will ich es nicht. Weil es nicht gut ist. Nicht gut für dich. Nicht gut für uns. Ich kann nicht nur halb von dir lassen. Das schaffe ich nicht.

Polly

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19 Gedanken zu “Pollymoment: weil du fehlst

  1. Liebe kann sehr wehtun. Den Liebenden und Geliebten, den Betrügenden und Betrogenen, den Beteiligten und den Unbeteiligten, den Ungeliebten und den Nicht-lieben-Könnenden, den Gesunden und den Kranken, den Überlebenden und vielleicht sogar den Toten. Aber was wäre die Welt ohne die Liebe?
    Ich wünsche dir die Kraft zum Durchhalten, wofür auch immer du dich entscheidest, ein- für allemal oder täglich und stündlich neu und immer wieder, immer wieder richtig oder immer wieder falsch, immer wieder gleich oder immer wieder anders. Dieses unser Leben ist so verdammt schwer und ungerecht. Aber wir haben kein anderes.
    Sei in diesem Sinne herzlich gegrüßt von
    Elke.

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    • Liebe Elke, ich danke dir für deine Worte. Du beschreibst so treffend genau die Gefühle die ich Empfinde. Dieses Auf und Ab. Dieses Hin und Her. Mut und Verzweiflung geben sich die Klinke in die Hand. Es ist ein einziges Durcheinander.
      Aber du hast recht, wir haben nur dieses eine Leben, und leben hießt auch lieben. Ich schaffe das. Bestimmt.
      Danke dir. Liebe Grüße, Polly

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  2. alleinsein1974 schreibt:

    Ich glaube ich hab was sehr Ägnliches durch und bei mir hat es sechs Jahre gedauert bis ich bemerkte immer nur „sein Spielzeug“ gewesen zu sein

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    • Ich denke nicht, dass ich ein Spielzeug bin. Zwischen Mike und mir ist alles sehr kompliziert. Nicht zuletzt wegen seiner Krankheit. Die er selbst noch nicht angenommen hat.
      Er wollte soviel wie möglich noch erleben, mitnehmen, in Anspruch nehmen…. und hat dabei vergessen, außer an sich, auch noch an alle anderen zu denken. Einschließlich mich.
      Aber meine Kraft schwindet. Und auch wenn ich vieles irgendwie verstehen kann, so bin ich einfach auch nur ein verletzter Mensch.
      Danke für dein Kommentar, ich werde sehen, wie Mike und ich weiter miteinander umgehen… oder nicht…
      Liebe Grüße, Polly

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    • Ja, das sage ich mir jeden Tag. Mikes Krankheit wird immer schlimmer. Er kann seine Hände kaum noch gebrauchen. Auch die Beine machen langsam schlapp. Wir haben nicht mehr viel Zeit für neue Wege. Es gibt keine Heilung. Aber trotzdem hoffe ich weiter. Auch wenn die Kräfte schwinden und ich versuche loszulassen. Auch wenn ich das gar nicht will. Doch es gehören immer zwei dazu die festhalten müssen. Mike hat dazu kaum Kraft. Veränderungen, neue Konflikte, und dann die Unsicherheit, wie es dann werden wird, wenn er auf etwas „neues“ einlässt. Da geht er lieber kein „Risiko“ ein.
      ich verstehe das. Aber akzeptieren will ich es noch nicht. Auch nicht mein eigenes Gefühlschaos.
      Meine eigene Angst.
      Alles hat einen tieferen Sinn, auch wenn wir ihn nicht auf den ersten Blick erkennen. Daran Glaube ich. Und immer wieder an uns beide. Danke für deine Worte.
      Liebe Grüße, Polly

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  3. Liebe Polly, das klingt so unendlich hoffnungslos…
    Doch fasse wieder Mut, alle Antworten liegen in Dir selbst, wenn Du Dir Zeit nimmst sie zu entdecken. Und die gemeinsam verbrachte Zeit kann Euch niemand mehr nehmen.
    Einmal sagte ein Dichter „Denn alle Lust will Ewigkeit.“ — nicht die Liebe will ewige Wiederholung, nur die Lust. Und die Liebe IST einfach nur, will nichts, höchstens: sich geben.
    Eine so einmal erlebte Verbindung zu einem anderen Menschen kann nicht mehr ungeschehen gemacht werden. Sie bleibt, wird vielleicht in einem nächsten Leben wieder erneuert.
    Es gibt immer eine Zukunft, auch wenn wir sie nicht sehen.

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    • Danke. Du hast recht. Nehmen kann uns die Verbindung keiner mehr. Vielleicht ist es gut, Frieden zu schließen, mit der momentanen Situation. Es einfach anzunehmen. So wie es jetzt ist. Und sich an all die schönen Momente zu erinnern, die wir miteinander hatten. Und die hatten wir. Über 30 Jahre lang. Immer wieder neu. Und vielleicht erwarten uns noch mehr.
      Alles wird sich fügen.
      Liebe Grüße, Polly

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Was sagst du dazu? Bin sehr gespannt :-)

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