Ich mag: Josef Guggenmos

Wenn ihr schon immer einmal wissen wolltet, was die Maus am Donnerstag denkt, oder was kecken Schnirkelschnecken so alles passiert…, dann solltet ihr seine Gedichte lesen.

Die wunderbaren Verse von Josef Guggenmos. Er war ein deutscher Lyriker und Autor von vielen Kinderbüchern. Guggenmos wurde am 2. Juli 1922 in Irsee geboren und starb dort am 25. September 2003. Sein bekanntestes Buch ist „Was denkt die Maus am Donnerstag?“. Es enthält zahlreiche herrliche Kindergedichte zum Schmunzeln und Schmökern.

Nach seiner idyllischen Kindheit im Allgäu wurde er 1942 als junger Mann zum Wehrdienst eingezogen und war als Funkabhörer in der Ukraine und in Estland stationiert. In dieser Zeit veröffentlichte er für die Zeitung in Reval seine ersten Gedichte. 1945 geriet er einige Monate in englische Kriegsgefangenschaft.

Nach Kriegsende belegte er Studiengänge in Germanistik, Kunstgeschichte, Archäologie und Indologie, an unterschiedlichen Hochschulen. Alle ohne Abschluss.

Er wechselte häufig seinen Wohnsitz, von Finnland, über Deutschland bis Österreich.

Schließlich begann er als Lektor und Übersetzer für verschiedene Verlage zu arbeiten und fand 1959 nach seiner Heirat wieder in sein Geburtshaus in Irsee zurück. Dort lebte er mit Frau und drei Töchtern als freier Schriftsteller bis zu seinem Tod. Er gilt als einer der bedeutendsten Kinderlyriker der deutschen Literatur. Seine klare Sprache lädt ein, mit ihr zu spielen. Zugleich ist sie von einer Tiefgründigkeit durchdrungen, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen fesselt.

Sein erster Gedichtband für Kinder erschien 1956, mit dem Titel „Lustige Verse für kleine Leute“. Er wurde durch seine Übersetzungsarbeit von Kindergedichten des englischen Autors Robert Louis Stevenson dazu angeregt.

Den deutschen Jugendbuchpreis bekam er für sein Gedichtband „Was denkt die Maus am Donnerstag“, mit dem er 1967 den Durchbruch schaffte. 80 weitere Bücher folgten und auch verschiedene Auszeichnungen.

Guggenmos liebte das Reisen. Es führte ihn unter anderem nach Italien, Frankreich und Namibia. Außerdem hielt er zahlreiche Lesungen vor allem an Schulen im deutschsprachigen Raum.

Viele Schulen sind nach ihm benannt und in Rheinland-Pfalz gibt es einen Schreibwettbewerb für Schüler, der seinen Namen trägt.

Josef Guggenmos schrieb aber nicht nur für Kinder, den Erwachsenen gedachte er mit dem Lyrikband „Gugummer geht über den See„.

Seit 1980 widmete er sich mehr und mehr dem Haiku. Dabei handelt es sich um eine japanische Gedichtform, welche ihn auch in seinen letzten Lebensjahren beschäftigte und die als Auswahl unter dem Titel „Rundes Schweigen“ veröffentlicht wurden.

Zu seinem 80. Geburtstag wurde er zum ersten Ehrenbürger seines Heimatortes ernannt.

Mit einem Gedicht und diesem Zitat von Guggenmos möchte ich meinen Beitrag über ihn abschließen.

Er sagte einmal: „Vielleicht kann Kinderliteratur mithelfen, die Kinder wacher, lebendiger, furchtloser, fröhlicher zu machen? Damit sie später nicht aufhören Mensch zu sein. Das wäre viel.

Das ist so wahr 🙂

Eure Polly

(Wer noch mehr über Guggenmos erfahren möchte, bedient sich wie ich der unerschöpflichen Quellen von Wikipedia)

O unberachenbere Schreibmischane 

Josef Guggenmos

O unberachenbere Schreibmischane,

was bist du für ein winderluches Tier?

Du tauschst die Bachstuben günz nach Vergnagen

und schrögbst so scheinen Unsinn aufs Papier!

Du tappst die falschen Tisten, luber Bieb!

O sige mar, was kann ich dafür?

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6 Gedanken zu “Ich mag: Josef Guggenmos

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