Polly zwischen Lust und Frust, ….oder im Auto

Mike hielt mir die Wagentür auf und ich kletterte auf den Beifahrersitz. Meine Hände waren blau gefroren und total steif, so dass ich mich nicht anschnallen konnte. Er ließ den Motor an.

„Warte ein wenig. Es wird gleich warm. Dann geht es bestimmt. Ich bin auch total durchgefroren.“

Und so saßen wir da, bei laufendem Auto und rieben unsere Hände, die mittlerweile knallrot geworden waren und schmerzten. Dass das aber auch so kribbeln musste, wenn die Glieder auftauten!

Kurzentschlossen schob ich sie unter meine Oberschenkel und setzte mich darauf, in der Hoffnung, diese Taktik würde das Brennen etwas mildern. Während ich noch mit dem Auftauen beschäftigt war, merkte ich plötzlich, wie Mike mich beobachtete.

Seine Augen verfolgten jede meiner kleinsten Regungen. Er fixierte mich auch noch, als er den Motor wieder zum Schweigen gebracht hatte. Sein Gesicht war starr, und keinerlei Mimik war darin zu lesen.

Mit mulmigem Gefühl drehte ich mich zu ihm hinüber. „Was ist?“, fragte ich betroffen, und wollte gerade noch hinzusetzen, ob es ihm denn gut ginge. Aber dazu kam ich nicht mehr.

Er packte meine Schultern, und zog mich an sich. „Komm mal her!“, hörte ich seinen Mund noch sagen, bevor Mike ihn sanft auf meine Lippen legte. Ganz behutsam küsste er mich, fast schon scheu und doch mit einem Drängen, das mir den Verstand raubte. Vor meinen geschlossenen Augen begannen bunte Funken zu tanzen, mein Herz fing augenblicklich an zu rasen, und mein Atem beschleunigte sich zu einem leisen Stöhnen.

Mein gesamter Körper wurde von einem wohligen Kribbeln erfasst, sogar zwischen meinen Schenkeln pochte es fast schmerzlich. Nur von diesem einen Kuss!  

In dem Moment, als sich unsere Lippen zaghaft wieder voneinander lösten, sah mir Mike direkt in die Augen. Dabei strich er mit seinen Fingern über meine Wange.

„Oh Polly, wie wunderbar deine Lippen sind.“, flüsterte . Und wieder hauchte sein Mund sanfte Küsse über mein ganzes Gesicht. Während er mit seiner Nase über meine Wangen fuhr, seufzte er immer wieder. „Du riechst so gut. Wie ich das vermisst habe. Oh, wie sehr ich dich vermisst habe.“

Nun war es auch um mich geschehen, brennend vor Verlangen schlang ich meine Arme um seinen Hals, und bahnte mir mit meinen Lippen einen Weg zu seinem Mund. Stürmisch kosteten wir voneinander, unsere Zungen vereinten sich zu einem drängenden Spiel. Alle Vorsicht war verflogen und purer Leidenschaft gewichen. Mike stöhnte auf und vergrub sein Gesicht an meinem Hals. Erkundete jeden Zentimeter mit seinen Lippen.

Unsere Körper pressten sich fest aneinander. Lechzten nach jeder Berührung. Mikes Hände wühlten durch mein Haar, dann nestelten sie an meiner Jacke. Ich begann an seinem Ohr zu saugen, und ihm den Pulli nach oben zu schieben, während er den Reißverschluss öffnete. Er keuchte auf, als meine Zunge in seiner Ohrmuschel kreiste. „Du machst mich verrückt LollyJanePolly! Ich will mehr von dir!“ Dann spürte ich wie er meinen Pulli nach oben schob.

Und da fiel es mir plötzlich wieder ein.

Die Unterwäsche!

So ein Mist! Ich hatte doch das wollene Angorahemd und die langen, ausgeleierten Unterhosen an!

Schnell griff ich nach Mikes Hand um sie zu bremsen. Daraufhin rückte er irritiert ein Stück von mir ab und sah mich frustriert an. „Entschuldige Polly. Es ist einfach mit mir durchgegangen. Ich hab es so vermisst in deiner Nähe zu sein.“

„Ich auch“, keuchte ich atemlos. „Ich auch!“

„Ich wollte nicht aufdringlich sein. Du hast recht, dass wir uns zusammenreißen müssen.“ jammerte er fast, und griff bedrückt nach dem Sicherheitsgurt. 

Schnell versicherte ich ihm, dass es daran nicht lag und ich ihn so sehr spüren wollte. „Ich hab nur nichts passendes an!“, wimmerte ich beschämt.  

Dann beschloss ich, meinen Pulli vorsichtig ein kleines Stück zu lupfen, bevor Mike nachfragen konnte. Zum Vorschein kam die abgewetzte Angorawäsche.

„Die lange Unterhose ist auch mit von der Partie.“ sagte ich geknickt und blickte Mike an. Er schaute ungläubig auf das freigelegte Unterhemd. Dann schüttelte er den Kopf. „Das ist alles? Du machst dir Sorgen um die Wäsche?“

Nervös knubbelte ich an meinen Fingern und nickte stumm.

Ohne noch ein Wort darüber zu verlieren, zog mich Mikes wieder in seine Arme. Seine Zunge streifte meinen Hals, während er murmelte. „Polly, dein Hammerkörper ist in jeder Wäsche sexy. Und ich will dich gar nicht schnöde flachlegen. Ich will dich einfach nur befühlen.“ Er nahm mein Gesicht in seine Hände. „Ich ziehe dich nicht aus, das ist zu kalt heute, und du holst dir noch den Tod.“ 

Jetzt konnte ich ihn nicht weiter brabbeln lassen, und ließ alle Ängste fallen. Er wollte meine Nähe, egal was ich trug. Also drückte ich mich fest an seine Brust und zog das Unterhemd aus meiner Hose, um ihm die Sache mit dem Zwiebellook etwas leichter zumachen.

Dann verloren wir uns in wunderschönen Minuten. Streichelten und verwöhnten unsere Körper, überall wo wir einen Zentimeter Haut zwischen der dicken Kleidung ergattern konnten.

Es war doch so lange her, dass wir uns nahe waren! Mike hob mich auf seinen Schoß. Leidenschaftlich wie nie, rieben wir unsere Hüften aufeinander. Und dennoch wussten wir, wir müssten und würden uns beherrschen…auch wenn es so verdammt schwer war. Wäre es allerdings Sommer gewesen… ja…

Als er sich in dieser Nacht von mir verabschiedete, war ich glücklich. So unendlich glücklich wie schon lange nicht mehr.

Polly

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5 Gedanken zu “Polly zwischen Lust und Frust, ….oder im Auto

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