Silvester

Quelle: Pixabay

Silvester lebte im 4. Jahrhundert und war Bischof von Rom.
Wenn wir am Altjahrsabend Gottesdienst feiern, blicken wir auf das vergangene Jahr zurück und bitten um den Segen für das neue. Die Jahreslosung wird oftmals in der Predigt ausgelegt.

Das Silvesterfest am 31. Dezember markiert den rechnerisch-kalendarischen Übergang in ein neues Jahr und geht nicht auf einen christlich-religiösen Ursprung zurück.

Silvester erhielt seine Bezeichnung als Gedächtnistag Papst Silvesters, der seit 314 römischer Bischof war. Er verstarb am 31.12.335 und war der Legende nach Täufer von Kaiser Konstantins I, welcher eine entscheidende Wende für das Christentum einleitete. Konstantin wies es erstmals als gleichberechtigte römische Staatsreligion aus. Silvester selbst war eher unbedeutend.

Der Silvesterabend steht für den Abschied vom alten und den Start ins neue Jahr. Die Jahreswende ist mit regional unterschiedlichen Bräuchen verbunden.

In der Vormoderne war die Zukunft kaum kalkulierbar. Das leben der meisten Menschen war maßgeblich von klimatischen Bedingungen abhängig. Es gab immer wieder Not und Hungerjahre. Die Angst und Sorge der Bevölkerung davor, wurde in diversen Orakelbräuchen deutlich, die zum Jahresübergang abgehalten wurden. Auch heute noch gibt es abgeschwächte Formen des Wunsches einen Blick in die Zukunft zu erlangen. Bleigießen, Schuhwerfen und Apfelschälen sind nur einige der zahlreichen regionalen Ausformungen.

Weitere Brauchhandlungen stehen mit der Silvesterfeier in Verbindung und kennen regionale Ausprägungen: Während man durch festliche Mahlzeiten einen glanzvollen und zugleich positiven Jahreswechsel einläuten, in Umzügen und Spielen symbolisch das alte Jahr und seine Sorgen vertreiben wollte, dienten viele Feste tatsächlich der Gemeinschaftskonstitution, stärkten also soziale Beziehungen und sicherten somit indirekt vor wirtschaftlichen Alltagsrisiken ab.

In evangelischen Gottesdiensten am Silvesterabend (Altjahresabend) steht das Motiv der „vergehenden Zeit“ im Mittelpunkt. Einige Gemeinden bieten auch Mitternachtsandachten an, um einen meditativen, ruhigen Übergang in das neue Jahr zu ermöglichen.

Dennoch ist Silvester kein christliches Fest: Die Silvesterfeiern gehen auf heidnische Bräuche zurück. Die Germanen glaubten, dass ihr gefürchteter Kriegs-Gott Wotan vor allem in der dunkelsten Jahreszeit sein Unwesen treibe. Der 31. Dezember liegt genau in der Mitte der so genannten „Rauhnächte“, die besonders lang und dunkel sind. Wotan, so glaubten die alten Germanen, zog an diesem Tag mit seinem wilden Gespenster-Heer durch die Lüfte.

Die Germanen fürchteten die Silvesternacht und veranstalteten deshalb selbst ein „Höllenspektakel“. Jeder machte so viel Lärm, wie er nur konnte. Sie zündeten Holzräder an, die sie brennend ins Tal rollen ließen, um die Dunkelheit und die bösen Geister zu vertreiben. Von diesem Kult stammt die heutige Tradition, in der Silvesternacht Böller und Feuerwerkskörper zu zünden.

Kommt gut ins neue Jahr! Eure Polly

 

 

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13 Gedanken zu “Silvester

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