Wissenswertes über Weihnachten

An Weihnachten feiern wir die Geburt Jesu. In ihm ist Gott als kleines Kind auf die Welt gekommen und Mensch geworden.

Nach Ostern ist es das höchste Fest der Christen und fiel nach frühchristlichen Berechnungen zunächst auf einen Frühjahrstermin, wie etwa den 28. März oder 2. April. Erst im Jahr 354 legte Papst Liberius das Weihnachtsfest auf den 25. Dezember. 813 erklärte es dann die Mainzer Synode zum allgemeinen Feiertag, auch im deutschen Sprachraum.

Doch erst ab dem 16. Jahrhundert hält das Weihnachtsfest Einzug in die Privathäuser und verliert seinen rein öffentlichen, außerhäuslichen Charakter. Neben dem Christbaum, der Krippe und der Bescherung, gehört für viele Menschen der Besuch eines Weihnachtsgottesdienstes zum Fest hinzu.

Die Tatsache, dass Weihnachten mit der Bescherung am Abend des 24. Dezember gefeiert wird, ist eine recht neue Entwicklung. Sie beruht darauf, dass alle großen Feste eine Art Nachtwache besitzen müssen. Man bereitet sich betend und wachend auf den bevorstehenden Festtag vor, der laut jüdisch- christlicher Überlieferungen bereits am Vorabend, mit Einbruch der Dunkelheit beginnt.

Bis zum 18. Jahrhundert hinein fand in vielen Gegenden der Weihnachtsgottesdienst am 1. Weihnachtstag  zwischen 3 und 5 Uhr morgens statt. Die Bescherung gab es im Anschluss noch vor Hahnenschrei.

Schon während der Reformationszeit verlagerte sich der Gottesdienst, vor allem in protestantischen Gegenden allmählich auf Mitternacht. Später auf den Heiligen Abend und dann weiter auf den Nachmittag. Mit Krippenspielen und Chorgesang wird die Geburt Jesu gefeiert. Zentrale Bedeutung hat hier die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukas-Evangelium.

Erst diese Verlagerung legitimierte die Bescherung am Heiligen Abend.
Im Laufe der Jahrhunderte sind viele regionale und familiäre Prägungen des Weihnachtsfestes entstanden, die von Generation zu Generation weitergegeben werden.

Der Weihnachtsbaum als solcher, hat seinen Ursprung im kirchlichen Krippen- und Paradiesspiel des Mittelalters. Als Paradiesbaum und Träger des Sündensymbols.

Im Jahre 1419 stellte die Freiburger Bäckerschaft erstmal einen Baum mit Naschwerk, Früchten und Nüssen für die Kinder auf. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1539 und belegte, dass im Straßburger Münster ein Weihnachtsbaum aufgestellt wurde.

Ab dem 16. Jahrhundert fand er mehr und mehr Erwähnung außerhalb des kirchlichen Zusammenhangs.  Anfangs wurden Zimmer mit immergrünen Zweigen  dekoriert, vielerorts wurden Bäume zu bestimmten öffentlichen Festlichkeiten geschmückt. Erst war er ein Bestandteil der Festbräuche der Zünfte.  Später wurde er hauptsächlich bei adeligen Weihnachtsfeiern aufgestellt.

Ab dem 19 Jahrhundert kam er als gabentragender Baum in die Familien. Heute ist der Christbaum aus kaum einem Wohnzimmer mehr wegzudenken.

Die Verbreitung des Weihnachtsbaums in Europa wurde entscheidend durch die beiden Weltkriegen beeinflusst. Durch das Aufstellen in den Schützengräben und Lazaretten lernten Soldaten aus allen Teilen Europas den Brauch kennen und trugen ihn nach Hause.

Heute gibt es unzählige Facetten des Weihnachtsbaumes. Ob traditionell geschmückt, golden und glitzernd, ob echt oder aus Plastik, mit Duft und Musik… die Industrie kommt selbst den ausgefallensten Wünschen der Konsumenten nach.

Das Christkind ersetzte ab Anfang des 16. Jahrhunderts in vielen evangelischen Gegenden den katholischen Gabenbringer Nikolaus.

Als inszenierte Kunstfigur, soll es im Zuge der Reformation  angeblich von Martin Luther selbst erfunden worden sein. Dargestellt wurde es meist von einem etwa 15jährigen Mädchen und befragte die Kinder in der Adventszeit über ihre Religionskenntnisse. Da sich im Laufe der Zeit der Geschenkebrauch hauptsächlich auf Weihnachten verlagerte, rückte das Christkind somit in die Nähe des Jesuskindes.

Heute ist es in katholischen, wie evangelischen Regionen eine weit verbreitete Bezeichnung den weihnachtlichen Gabenbringer.

Dennoch ist die Gestalt und Symbolik des Christkinds verschwommen:

Es handelt sich hierbei um eine Person zwischen Kindheit und Pubertät, dessen Genese zwar auf beginnende Weiblichkeit hinweist, diese aber noch nicht eindeutig belegt.

Die verbreitete Darstellung als 10-15jähriges Mädchen mit goldenen Locken und in weißem Gewand symbolisiert Unschuld und Reinheit, aber auch pädagogische Präsenz, durch die Befragung der Kinder.

Inszenierte Auftritte dieser Art sind heute ausgesprochen selten, denn die symbolische Widersprüchlichkeit macht das Christkind zu einer schwer darstellbaren Figur. Gelegentliche Vermischungen von Christkind und Jesuskind als Krippenfigur verkomplizieren das Motiv zusätzlich. So kann sie sich im 20. Jahrhundert immer weniger gegen den medienwirksamen Weihnachtsmann durchsetzen.

Der Weihnachtsmann ist eine Symbolfigur weihnachtlichen Schenkens, die in weiten Teilen Europas populär ist.

Dargestellt wird er als rundlicher, freundlicher alter Mann mit langem weißem Rauschebart, und einem Gewand aus rotem und  weißem Pelz. Stets trägt er den Geschenkesack und häufig eine Rute mit sich.

Angeblich bringt er braven Kindern am Heiligen Abend Geschenke, den unartigen hingegen bloß eine Rute. Der Weihnachtsmann vereinigt somit die Eigenschaften des heiligen Bischofs Nikolaus und seines Begleiters, dem Knecht Ruprecht.

Bereits im 19. Jahrhundert gab es diese Darstellung des Gabenbringers. Dies beweisen zeitgenössische Postkarten. In den 1920er-Jahren setzte sich immer mehr das rotweiße Gewand des Weihnachtsmanns durch.

Dieses Bild wurde von dem US-amerikanischen Grafiker und Cartoonisten Haddon Sundblom aufgegriffen, der 1931 für die Coca-Cola Company im Rahmen einer Werbekampagne den Weihnachtsmann zeichnete. Nach eigenen Angaben ähnelt er in Gestalt und Aussehen seinem Freund und dem älteren Coca-Cola Auslieferungsfahrers Lou Prentiss.

Die Coca-Cola Company nutzte ab 1931 alljährlich zur Weihnachtszeit den Weihnachtsmann für eigene Werbekampagnen und prägte so nachhaltig die Vorstellung des modernen Weihnachtsmannes.

Quelle: Pixabay

Mit diesen Infos wünsche ich euch eine besinnliche Zeit!

 ….Bis Weihnachten, bis Weihnachten, ist nicht mehr weit! 😀

Polly

Als Quelle diente mir die Seite der EKD und Wikipedia

 

 

 

 

 

 

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5 Gedanken zu “Wissenswertes über Weihnachten

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