TagesWort: Ginko

Als ich noch ein Kind war, ging ich jeden Herbst zum Blätter sammeln. Zuhause wurden sie gepresst, und dann klebte ich die lustigsten Herbstgesichter und Blättermännchen daraus.

Ich war immer auf der Suche, nach neuen Blattformen. Nahe beim Wald, im Garten einer alten Villa stand dieser Baum, mit den Blättern, die mich so an Watschelfüße erinnerten. In unserem ganzen Vorort habe ich kein zweites Mal, so einen Baum gesehen, wie diesen.

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Für mich war er der „Entenbaum“. Heute weiß ich es besser. Und ich widme ihm einen Beitrag in meinem Blog.

Dem Ginkgo.

Der sommergrüne Ginkgo ist eine ursprünglich in China beheimatete Baumart. Heute wird er weltweit angepflanzt. Als einziger, lebender Vertreter der Ginkgoales gehört er zu einer Gruppe von Samenpflanzen, die ansonsten ausgestorben ist.

Seine Samen sind essbar und er wird in Ostasien häufig als Tempelbaum kultiviert.

Ein Ginkgo kann 1000 Jahre und älter, und bis zu 40 Meter hoch werden. Im Der junge Baum wächst meistens schlank und auffallend gerade in die Höhe, hat einen pyramidenförmig Umriss und nur wenige Äste. Ab einem Alter von 25 Jahren, bewegen sich seine Zweige immer mehr in die Waagerechte und bilden dann eine ausladende Baumkrone.

Das Holz ist harzfrei, weich und leicht mit feiner Textur. Es eignet sich gut für Schnitzerarbeiten und findet als Paneel Verwendung.

Die schwer entflammbare Borke von ausgewachsenen Bäumen ist dunkelgrau, rau und tief gefurcht.

pebble-947296_640Ginkgo besitzt die Fähigkeit, bei schlechten Umweltbedingungen über dem Boden stalaktitenartige verholzte, über einen Meter lange Anschwellungen zu bilden. Berühren diese den Boden, entstehen unter günstigen Bedingungen zahlreiche vegetative Sprosse, die sich zu einer eigenständigen Pflanze entwickeln können.

Eine Besonderheit in der Pflanzenwelt stellen die fächerförmigen, breiten Laubblätter des Ginkgo dar. Sie sind in der Mitte mehr oder weniger stark eingekerbt und werden zwischen vier und zehn Zentimeter breit.
Ihre Inhaltsstoffe werden pharmazeutisch genutzt.

Die Ginkgosamen ähneln äußerlich den Mirabellen.

Der Name Ginkgo bedeutet „silberne Aprikose“, in Anlehnung an die schimmernden Samenanlagen.

In Japan dienen die geschälten Ginkgosamen in kleinen Mengen als Beilage zu verschiedenen Gerichten. Sie werden teilweise im Reis mitgekocht, als Einlage in einem Eierstich-Gericht verwendet oder geröstet und gesalzen als Knabberei verzehrt. Dazu werden die Samen von ihrer harten Schale befreit, nur der gelbe Innenkern wird verwendet. Ein Übermaß an Ginkgosamen kann aber zu Vergiftungserscheinungen führen.

Verwendung  in der Medizin finden Spezialextrakte aus den Ginkgoblättern für die Behandlung von Demenz und zur symptomatischen Behandlung von hirnorganisch bedingten Leistungsstörungen.

So. Jetzt wissen wir bescheid… Aber am meisten mag ich den Gingko doch wegen seinem wunderschönen Laub. 🙂

Ich wünsche euch allen einen schönen Tag mit vielen Entdeckungen 🙂

Eure Polly

Als Quelle diente mir wie so oft Wikipedia 🙂

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3 Gedanken zu “TagesWort: Ginko

  1. Da hast du einen wunderschönen Baum beschrieben. Ich finde auch, das er ohne Blätter faszinierend ausschaut. Einfach auch durch die Knospen und relativ Waagerecht ab stehenden Äste.
    Die Früchte verbreiten übrigens einen ganz (nicht) schönen, penetranten Geruch.

    Es ist sowieso Wahnsinn was die Pflanzenwelt uns alles für Besonderheiten schenkt. Wie zum Beispiel auch der Tulpenbaum /(Liriodendron tulipifera), Taschentuchbaum (Davidia involucrata) oder auch der Blauglockenbaum (Paulownia tomentosa) und so viele andere…
    Toll finde ich auch immer wieder Platanen (Platanus x hispanica), wie sie ihre Rinden abwerfen. Oder auch Schwarz Kiefern (Pinus nigra) wie sie rauschen wenn der Wind durch bläst, und wenn es dann auch noch warm ist, hat man das Gefühl an den Dünnen an der See zu sein. 😉
    Oder auch Scheinakazien (Robinia pseudoacacia) die durch ihren Habitus an Afrika erinnern, könnte man meinen gleich kommt eine Giraffe um die Ecke.

    Ach ich finde Bäume einfach toll, wundersame Riesen die, die Zeit durchstehen…

    Liebe Grüße und Danke an die Erinnerung an so viele wunderschöne_same_bare oft unbeachtete Erdbewohner…

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  2. Für mich ist es der „Goethebaum“ und eng mit Erinnerungen an Weimar verbunden; auch trage ich ein kleines Ginkoblatt aus Silber manchmal als Ketten-Anhänger.
    Bäume bedeuten mir sehr viel, ich habe sie immer wieder „bedichtet“. Zum Beispiel in „Zeit der Bäume“

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