Wissenswertes zum Advent

Advent bezeichnet die Zeitspanne, in der sich die Christen auf das Fest der Geburt Jesu vorbereiten. Wir warten auf die Ankunft Jesu und feiern seine Geburt an Weihnachten als Menschwerdung Gottes. Des Weiteren erinnert und der Advent auch daran, dass wir auf die Wiederkehr Jesu Christi hoffen dürfen, am Ende aller Zeiten.

Nach diesem Verständnis sollen Buße, Fasten, Gebete und gute Werke in dieser Zeit im Mittelpunkt der Adventszeit stehen.

An jedem der vier Adventssonntage wird eine weitere Kerze auf dem Adventskranz entzündet.
Jeder dieser Tage ist eigens geprägt und gestaltet so die weihnachtliche Vorgeschichte:

1. Advent: Einzug Jesu in Jerusalem

2. Advent: Wiederkunft Christi

3. Advent: Johannes der Täufer als Vorläufer Jesu

4. Advent: Maria, die Mutter Jesu

Der erste Adventssonntag ist auch der erste Sonntag im neuen Kirchenjahr. Die Menschen schmücken in der Vorweihnachtszeit Straßen und Wohnungen und bereiten sich auf die Ankunft des Heilands vor.

Quelle: Pixabay

Der Adventskranz hat seinen Ursprung im Rauhen Haus, einer diakonischen Erziehungsanstalt in Hamburg. Der evangelische Pfarrer Johann Hinrich Wichern (1808-1881) richtete sie 1833 ein, um bedürftigen und heimatlosen Kindern und Jugendlichen eine Ausbildung zu ermöglichen. Um diesen Kindern die Wartezeit greifbar zu machen und zu verkürzen, erhellte Mitte des 19. Jahrhunderts erstmals ein Adventskranz mit 24 Lichtern den Betsaal des Rauhen Hauses. Er war aus Holz gefertigt und hing von der Decke. Für die Sonntage standen  vier große Kerzen, für die Wochentage zwanzig kleine.

Anfangs waren nur Zimmerwände mit Tannengrün geschmückt, später auch der Kranz selbst.

Der Lichterkranz verbreitete sich zunächst in vorwiegend protestantischen Städten Norddeutschlands. Vor allem in kirchlichen Gemeindehäusern, Kinderheimen und Schulen fand der Brauch seine Verbreitung.
Zunehmend wurde er aber auch von der protestantischen Ober- und Mittelschicht in die häusliche Gestaltung der Adventszeit eingeführt. Bald war er, in verkleinerter Form, geschmückt mit nur vier Kerzen für die Adventssonntage, in vielen Häusern zu finden.

In katholischen Gegenden wurde er erst nach dem Zweiten Weltkrieg gebräuchlich.

Die einzelnen Elemente des Adventskranzes haben symbolischen Charakter. Kerzen, Kränze und grüne Zweige waren schon vorher als winterliche Elemente bekannt. Der Kranz steht für die Ewigkeit oder wird als Symbol für die Sonne, die Erde oder als Gottessymbol interpretiert. Die Kerzen stehen für das Licht, das Weihnachten den Menschen geschenkt wird.

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Der Adventskalender verkürzt die 24 Tage des Wartens und der Vorfreude auf Weihnachten mit kleinen Geschenken und Überraschungen. Gerade mal seit 100 Jahren gibt es den Adventskalender in gedruckter Form. 1903 kam der erste gedruckte Adventskalender auf den Markt.

Er geht auf einen Münchner Verleger zurück. In dessen Kindertagen soll seine Mutter alljährlich einen Karton mit 24 angenähten Keksen gebastelt haben, um ihren Kindern die Tage vom ersten Dezember an, bis Heilig Abend zu versüßen.

Die Popularität des Adventskalenders nahm schnell zu und 1920 war er international bekannt. Heute gibt es ihn in einer unübersehbaren Vielfalt.

Mit seinen 24 Türchen, Toren oder Päckchen steht er sinnbildlich für die Relevanz der Adventstage im privaten Raum. Hier haben sich zahlreiche Brauchhandlungen etabliert, die zwar regional und je nach sozialer Gruppe unterschiedlich sein können, grundsätzlich aber eine bürgerliche Form der Weihnachtsvorbereitung symbolisieren. Das Anbringen eines Adventskalenders – obgleich als Geschenk, gemeinschaftlich gebasteltes Kunstwerk oder maschinell gefertigte Ware – gehört in diesen Handlungsrahmen.

Bereits im 19. Jahrhundert gab es Vorformen des heute bekannten Adventskalenders. Adventszeitmesser  in unterschiedlichsten Varianten dokumentierten das Nahen des Weihnachtsfestes. Bekannt waren kleine Abrisskalender, einfache Kreidestrichtafeln und Weihnachtsuhren. Auch Kerzen, deren Abbrennen nach bestimmten Markierungen erfolgte wurden verwendet, bis hin zum Adventskranz, der in seiner Bedeutung ebenfalls dem Adventskalender verwandt ist.

Ich wünsche euch allen noch eine besinnliche Vorweihnachtszeit!

Eure Polly

Als Quelle diente mir die Seite der EKD.

 

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