Seelenlolly: Nackt

Es friert mich so!

Deine eisigen Worte machen mir Gänsehaut.

Die Leere, die sie hinterlassen,

streicht unermüdlich um meinen Körper.

Hüllt mich ein mit klirrender Kälte.

Mit bloßen Füßen stehe ich auf dünnem Eis.

Meine Hände sind so taub wie meine Seele.

Mein Herz unter Null.

Einst war ich gekleidet in blumige Worte.

Trug einen Mantel,

gewebt aus Liebe und Vertrauen.

Grub meine Füße in das weiche Moos

deiner Wärme.

Meine Seele flog zu dir,

mein Herz war dir offen.

Bis zu dem Zeitpunkt,

als der Winter kam.

Dich von mir nahm.

Halten wollte ich.

Stellte mich gegen den Sturm.

Alles habe ich abgestreift.

Alles.

Habe dich auf Moos gebettet 

und mit sanften Worten zu gedeckt.

Gab den Mantel hin um dich zu wärmen.

Hauchte meine Seele in dein Herz.

Verschenkte mich ganz und gar,

damit du nicht erfrierst in der Dunkelheit.

Leben wollte ich.

Mit dir.

Zu stark war der Frost.

Jetzt bist du fort.

Verloren im eigenen Eis.

Der Wind der Einsamkeit

rüttelt an meiner Erinnerung.

Ich bleibe zurück.

Nackt.

Innen und außen. 

Polly

Mein Gedicht zum *txt Projekt von Dominik Leitner.

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9 Gedanken zu “Seelenlolly: Nackt

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