Das Märchen vom Spiegelsaal

Diese Geschichte habe ich schon als Kind geliebt. Ich weiß nicht mehr genau, woher ich sie kenne, aber ich möchte sie euch nicht vorenthalten. Hier erzähle ich sie nun, mit meinen eigenen Worten.

Es war einmal, in einem fernen Land. Da stand ein großer Palast. Von außen mit weißem Marmor verkleidet, mit Mosaiken reich verziert und mit Gold geschmückt. Innen befand sich nur ein einziger Raum. Es war ein riesiger Saal, aus tausend mal tausend Spiegeln gebaut.

Eines Tages kam ein Hund in den Saal. Er schaute sich um, und was sah er da? Tausend mal tausend Hunde! Da bekam er große Angst. Er fletschte die Zähne und knurrte die anderen Hunde an. Er legte die Ohren an, und zog den Schwanz ein. Er zeterte und tobte. Der ganze Raum war voll gefährlich knurrender Hunde. Schnell ergriff er die Flucht. Von nun an lebte das Tier in Angst. Glaubte es doch, dass die Welt nur aus bösen, feindseligen Hunden bestand.

Am nächsten Morgen kam wieder ein Hund in den Spiegelsaal. Vorsichtig blieb dieser am Eingang stehen und schnupperte. Dann fasste er sich ein Herz und ging hinein. Und was sah er? Tausend mal tausend Hunde! Doch dieser Hund freute sich über die vielen anderen Hunde. Er wedelte mit dem Schwanz und sprang lustig hin und her. Er forderte die Tiere zum Spielen auf und kläffte fröhlich. Und sie taten es ihm gleich.

Als dieser Hund den Palast verließ war er glücklich. Glaubte er doch, dass die Welt aus

lauter fröhlichen und friedlichen Hunden bestand.architecture-263581_640

Und die Moral von der Geschicht?

Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus. Oder, versuch es doch öfter mal mit einem Lächeln…

Eure Polly

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17 Gedanken zu “Das Märchen vom Spiegelsaal

            • Das mag sein. Leider nutzen wir unsere Intelligenz oft verkehrt…wenn sich ein Mensch nur für groß hält hat er schon verloren. Aber nicht wenn er seinen Verstand auch für andere einsetzt. Im Sinne von Menschlichkeit.

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            • Dafür brauch es Mitgefühl. Intelligenz ist mehr ein Katalysator. Ich denke, ich spreche für einen großen Teil der Menschen sonst hätte sie mehr Demut und Ehrfurcht vor dem Leben egal in welcher Form. Unser Mitgefühl endet meinst schon am Zaunrand von Haus oder Land, was sehr schade ist.
              Was ich eig. ergänzen mochte. Der Taktik stimme ich zu aber ihrer Umsetzung ist komplizierter als fast überall festgehalten. Dahinter stehen energetische Systeme.

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            • Nun ja… wobei wir ja beim Charakter des einzelnen angelangt sind. Wie der einzelne Mensch sich entwickelt, zu welcher Persönlichkeit, das hängt doch mit so vielen Faktoren zusammen. Ich weiß, dass mein Mitgefühl nicht vor der Haustür endet. Aber ich weiß auch, dass ich doch viel lieber angelächelt als angeknurrt werde. Wenn mir Freundlichkeit entgegengebracht wird, dann fällt es mir selbst leichter freundlich zu sein. Vielleicht wartet das Gegenüber nur auf ein Lächeln ☺

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            • 🙂 Danke, für den Austausch. Es freut mich immer verschiedene Ansichten zu hören.
              Ich habe es eher mit der Wissenschaft anstatt der Mystik 😀
              Ich denke diese Geschichte will uns auch lehren, dass man zuerst an sich arbeiten sollte, bevor man die Reaktionen anderer Beurteilt. Und dass irgendeiner einmal damit anfangen muss, eingefahrene Muster zu durchbrechen. Oder vielleicht auch, dass der erste Eindruck oft entscheidend sein kann… ob das wiederum gut oder schlecht ist, sei dahin gestellt…
              Mir fällt noch ein weiteres Sprichwort zu dieser Geschichte ein: Wie man sich bettet, so schläft man. Und wenn man sich selbst nicht mag, und nur mit Angst in die Welt hinaus geht oder auf andere zugeht, wie soll man sich da erfreuen? 🙂 Ich wünsche dir noch einen schönen Abend, liebe Grüße, Polly 🙂

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            • Entschuldige, ich wollte dich nicht verletzen oder angreife, falls ich es tat. Ich könnte noch viel schreiben. Vllt. eine Inspiration. Die 3-teilge Doku. Das automatische Gehirn – die Magie des Unbewussten. & Mönche im Labor – die Neurowissenschaften entdecken die fernöstliche Meditation. Dir auch liebe Grüße. 🙂

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            • Oh,nein nein! Du hast mich in keinster Weise brüskiert. Keine Panik, ich mag Kommunikation und Austausch sehr. Es ist doch immer gut von anderen zu hören, wie jeder die Welt sieht. Das macht es doch interessant auch über den eigenen Tellerrand zu blicken. ☺

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Was sagst du dazu? Bin sehr gespannt :-)

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