Mein TagesWort: Veilchen

Heute schreibe ich über eines meiner Lieblingswörter: „Veilchen“.

Es kommt mir oft in den Sinn, obwohl es ein eher unscheinbares, gewöhnliches Wort ist, ohne viel Schnickschnack. Man gebraucht es im Alltag nicht oft, außer man ist vielleicht Gärtner oder Boxer. Vom Aussterben ist dieses Wort auch nicht bedroht, wie so viele andere Wörter, die ich mag. Also nichts Besonderes. Und doch liebe ich es.

Erstens, weil das Veilchen an sich eine wunderbare Pflanze ist. Zweitens, weil ich ein Fan von Veilchenpastillen bin. Drittens, wegen der Doppeldeutigkeit des Wortes. Aber darauf gehe ich erst am Ende des kurz Artikels ein.

Hmmm…..Was weiß ich eigentlich über das „Veilchen“?

Aus meinem höchst wissenschaftlichen Gedächtnis heraus, kann ich folgendes hervorkramen :
Das Veilchen blüht im Frühjahr und hat blauviolette Blüten.  Die Form der Blüte erinnert mich, ähnlich wie bei den Stiefmütterchen, etwas an einen Löwenkopf, oder auch an einen Mopskopf. Das lässt mich Vermuten, dass beide Arten irgendwie miteinander verwandt sind.
Der Stiel ist oben leicht nach unten gebogen und die grünen Blätter sehen aus wie ein Herz. Außerdem riecht das Veilchen ziemlich gut und kommt auch in der Medizin zum Einsatz. Es findet in der Duftindustrie und in der Lebensmittelbranche Verwendung.
Zum Beispiel in Veilchenpastillen, welche ich mir gerade in den Mund schiebe. Ich habe auch schon kandierte Veilchenblüten gesehen, aber noch nicht genascht, weil ziemlich teuer…

Gut, was findet sich im Lexikon und im Internet zu diesem wunderschönen Wort?

Das Veilchen gehört zur Pflanzenfamilie Violaceae.. Weitere Synonyme und volkstümliche Bezeichnungen sind: Heckenveigerl, Marienstengel, Osterveigel, Schwalbenblume, Vegeli, Vieli, Viole, Veigerl, Veigelein und Viola.

Veilchen mögen schattige Wiesen und wachsen gerne an Zäunen, Hecken und an Waldrändern. Im Laufe der Jahre entwickelt sich aus wenigen Veilchen ein dichter Teppich.
Die Pflanze ist sehr robust und ausdauernd, besonders der Wurzelstock.
Schon Hippokrates erkannte ihre heilende Wirkung und setzte sie unter anderem gegen Sehstörungen, Kopfschmerzen und Melancholie ein. Auch heute noch kommen verschiedene Pflanzenteile unter anderem als Tee zur äußeren und inneren Anwendung. Wirkt unter anderem schleimlösend, entzündungshemmend oder beruhigend.
In der Antike war das Veilchen dem Gott Pan geweiht und galt als heilige Blume. Zu Ehren des Gottes Saturn flocht man Veilchekränze und trug sie auf dem Kopf.

Viele Dichter haben in ihrer Poesie diesem Blümchen einen Platz geschenkt. Seit alters her wird ihm Bescheidenheit zugesprochen, wie dieser bekannte Vers, in viele Poesiealben geschrieben, es eindrücklich beschreibt:
„Sei wie das Veilchen im Moose, sittsam bescheiden und rein und nicht wie die stolze Rose, die immer bewundert will sein.“

Die Veilchenblüten sind nicht nur hübsch, sondern auch eine rundum gesunde Delikatesse, mit Vitaminen und Mineralien. Ihr liebliches Aroma eignet sich besonders zur Verfeinerung von Süßspeisen, aber auch für Suppen und Salate. Oder für diese Veilchenmarmelade:

Zutaten:
75 g Veilchenblüten
250 ml Wasser
200 g Puderzucker
Saft einer halben Zitrone

Wasser, Zitronensaft und Puderzucker aufkochen. Veilchenblüten hinzugeben und auf kleiner Flamme eine halbe Stunde lang kochen. Wenn der Sud so eingedickt ist, dass er seine Form behält, ohne hart zu werden, wird der Topf vom Herd genommen. Das Ganze in Gläser abfüllen. Nach dem Abkühlen die Gläser verschließen.

So, da habe ich ja einiges zusammentragen können, zu diesem wunderschönen Wort. Fehlt nur noch die zweite Bedeutung, die mit dem Auge und dem Bluterguss… 

Weitere Bedeutung von Veilchen: (umgangssprachlich scherzhaft) durch einen Schlag, Stoß o. Ä. hervorgerufener blau verfärbter Bluterguss um ein Auge herum.

Ich war zwar noch nie Verursacherin einer solchen realen „Gesichtsblume“, doch in Gedanken habe ich manch einem schon die tollsten Farben ums Auge gezaubert…Manchmal auch um alle zwei 😉

Meine Leser können sich denken, wer vor meinem geistigen Auge schon mehrmals von mir beglückt wurde, besonders in letzter Zeit (böse Polly!) 😉

Aber gut. Auf jeden Fall finde ich toll an diesem Wort, dass man Angenehmes und Unangenehmes, gleichermaßen damit benennen kann. (Wenn auch nur aufgrund der Farbe…) Also quasi zwei „Gegensätze“ verpackt in „einem“.violets-330625_640

Eure Polly

( Quellen: Duden, Wikipedia, BR, Kosmos Pflanzenführer)

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11 Gedanken zu “Mein TagesWort: Veilchen

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