Seelenlolly: Aufgefangen

Manchmal hast du das Gefühl zu fallen, gnadenlos…in ein dunkles, tiefes Loch.

Du ruderst mit den Armen und weißt, nichts hält den Aufprall auf… Tausend Dinge gehen dir durch den Kopf, während du hinabstürzt. Vieles lässt du noch Revue passieren, in Bruchteilen von Sekunden. Gerade jetzt kommen sie dir vor, wie eine unendlich lange Zeit.

Du weißt, du hast Fehler gemacht. Warst unvorsichtig. Zu unvorsichtig!

Leichtfüßig bist du viel zu nahe am Abgrund geschlendert. Immer weiter. Noch ein Stück…nur noch ein kleines Stück…

Blind warst du, von gleißenden Träumen verführt! Und taub durch die Melodie aus Hoffnungen und Worten! Töricht tänzelnd hast du dich immer weiter hinausgewagt, hast die Gefahren nicht erkannt…

Ein Schritt zu viel, ein falscher Tritt…

Und jetzt? Jetzt ist es geschehen…

Du weißt, es wird weh tun, wenn du aufschlägst.

Und dann, ganz unverhofft strahlt aus dem Nichts, ein Licht das dich auffängt. 

Es bremst deinen Sturz ab. Fängt dich auf, wie ein weiches Luftkissen und lässt dich sanft aufkommen. In deiner Wirklichkeit.

Deinem neuen Tag.

Polly UnbenanntAufgefangen Dieses Bild ist mein persönliches Eigentum, bitte nicht ohne meine Zustimmung verwenden oder kopieren. Danke 🙂  

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28 Gedanken zu “Seelenlolly: Aufgefangen

  1. Wow. Was für ein tolles Bild! 😉
    Der Text ist berührend, vielleicht, weil ich ihn so nach empfinden kann. Allerdings ist meine Erfahrung nicht immer, dass da ein Licht auftaucht, was mich auffängt. Aber es ist eine schöne Vorstellung. Einen schönen Montag wünsche ich dir …

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  2. Ausgesprochen gutes Bild, technisch ( bis auf die Brüste, da muss ich weißer rabe zustimmen, sieht nicht schlecht aus aber kleiner wärs wohl ausgewogener) und inhaltlich, also von der Aussagekraft und Ausstrahlung her wirklich super!

    Auch der Text gefällt mir gut, glücklicherweise ist es schon etwas länger her, dass ich so tief drin war, aber ich erinnere mich wohl. Sehr berührend.

    Mit dem „Licht“ ist es schon eigen, lange Zeit empfand ich es eigentlich sogar als zusätzliche „Strafe“ die einen bei der Stange hält, bevors dann wieder losgeht… So wie bei Sysiphos, wenn der Stein endlich am höchsten Punkt angekommen war. Aber im Endeffekt ist Hoffnung wichtig und es kommt der Moment, wenn der Stein eben NICHT gleich wieder runterrollt.

    Gefällt 1 Person

    • Ich danke dir.
      Ja. Mit diesen Wesen ist es so eine Sache. Meist werden sie übertrieben dünn und unnatürlich beweglich gemalt. Manchmal auch stocksteif. Mal mit viel Holz vor der Hütte, mal wenig oder gar nichts. Manche mit Geschlecht, manche geschlechtslos oder auch Zwitterwesen. Ich lege mich da nicht fest.
      Fakt ist, dass es genau eine Art meiner Kunst ist, oft nicht vollkommen stimmig zu sein. So wie das Leben um uns herum auch nicht immer so stimmig ist, wie wir uns das wünschen. Danke für das Lob an die Technik. Ich bin zwar mit vielen vertraut, aber oft male ich nicht bewusst danach. Am Ende alles aus dem Bauch heraus.
      Hoffnung ist das Wichtigste. Immer. Denn was triebe uns durch dunkle Zeiten, wenn wir nicht glauben würden irgendwo gibt es den Schalter, der uns dann neue Wege zeigen kann… liebe Grüße, Polly

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Was sagst du dazu? Bin sehr gespannt :-)

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