Seelenlolly: Traumstrudel

Dieses Bild ist mein persönliches Eigentum, bitte nicht ohne meine Zustimmung verwenden oder kopieren. Danke 🙂

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Traumstrudel

Dieses Bild habe ich gemalt, nachdem ich wieder ein paar Nächte hintereinander aus dem Schlaf hochgeschreckt bin. Herzrasen bis zum Hals. Manchmal sind meine Träume bedrohlich, wie ein dunkler Sog, der mich hinunterzieht. Ich weiß nicht wohin.

Wenn ich schweißgebadet erwache, kann ich mich oft nicht erinnern, was ich träumte. Es bleibt die Panik vor dem unbekannten Schlund, in den ich gezogen werde. In die totale Finsternis, ins Unbekannte, Furchterregende. Es ist ein Strudel, der mich nicht los lässt. Der mich fest umklammert.

Ich habe keine Chance, und je mehr ich kämpfe, desto heftiger wirbelt der Sturm.

Das macht mir Angst. So sehr, dass ich mich manchmal gar nicht traue, die Augen zu schließen. Ich möchte nicht einschlafen, wie ein kleines Kind, das sich vor Monstern fürchtet, die unter seinem Bett lauern.

Deshalb habe ich mir den Angststrudel umgestaltet. In meinen Traumstrudel. Ihn so gemalt, wie ich ihn gerne hätte. Dass er mich neugierig macht, ihn zu erkunden. Ohne Furcht. Bunt, fröhlich und nicht so wild. Die Windungen breit, und mit einem goldenen Rettungsseil, an dem ich mich festhalten kann, das mich führt. Hinein und wieder zurück. Ich kann das Tempo selbst bestimmen.

Mein Strudel hat Ecken und Nischen, wo ich mich ausruhen kann. Orte, wo ich verweilen kann. Dort ist es windstill. Dort komme ich zu Ruhe. Am Ende wartet nichts Dunkles, sondern ein  lilablassblauer Traum…und, er ist schön. 

Ich will versuchen, dieses Bild mit in den Schlaf zu nehmen. Mich dorthin zu träumen. Nicht in die Dunkelheit.

Das wünsche ich uns allen.

Eure Polly

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5 Gedanken zu “Seelenlolly: Traumstrudel

  1. das ist beklemmend! Ich, die das Leben so liebt. Ich, die vor Optimismus nur so sprüht. Ich, die jeden Gedanken an den Tod als solches verdrängt.
    Warum träume ich meinen eigenen Tod?
    Wenn ich Depressionen hätte… oder ein verkorkstes Leben…
    Aber ich stehe jeden Morgen freudestrahlend auf und freue mich auf den neuen Tag.
    Und dann sowas. Bis ins Mark habe ich die Angst gespürt. Auch jetzt noch, wenn ich daran denke, wird alles grau und schwarz um mich herum. Ich muss jetzt Musik hören und zu meinen Kindern in die Küche gehen, sonst werde ich traurig. 🙂

    Gefällt 1 Person

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