Es schneit…ein Pollymoment

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Ich sitze hier und starre vor mich hin. Meine Gedanken wieder bei dir. Mein Blick schweift zum Fenster und ich sehe, wie dicke Flocken vom Himmel fallen. Es schneit.

Ich erinnere mich an unsere Treffen im Winter. Wie oft haben wir gefroren, und es war uns egal. Als der Schnee manchmal kniehoch im Wald lag. Dann haben wir trotz Kälte das Auto verlassen und sind spazieren gegangen. Hand in Hand, durch den verschneiten Wald. Im Mondschein.

Wie oft hast du meine kalten Hände zwischen deinen gewärmt. Mir deinen warmen Atem auf meine kalte Nase gehaucht. Deine Küsse, die sich in mir ausbreiteten, wie Feuer. Jedes Wetter ließen sie vergessen. Wie oft haben wir darüber gesprochen, wie schön es doch wäre, jetzt vor dem Kamin zu sitzen, eingehüllt in eine warme Decke. Uns in weichen Kissen zu lieben, und nicht im frostigen Auto. 

Körper an Körper, zuhause. Ein Glas Rotwein, der Duft von Bratapfel in der Luft. Das Flackern des Feuers an den Zimmerwänden. Wir beide. Zusammen.

Wie oft haben wir darüber gesprochen, wie schön es doch wäre, an einem verschneiten, sonnigen Wintertag, mit dem Schlitten loszuziehen. Mit unseren Kindern, zu rodeln, Spaß zu haben, ohne uns zu verstecken. Am Abend dann durchgefroren heißen Punsch zu trinken und  uns gegenseitig die eisigen Füße warmzurubbeln.

Gemeinsam zu kochen, gemeinsam zu essen. Karten zu spielen und den Abend als Familie ausklingen zu lassen.

Wie oft haben wir darüber gesprochen, wie schön es wäre Schlittschuh zu laufen, einen Weihnachstmarkt zu besuchen, in die Sauna zu gehen… ganz normale Dinge.

All das haben wir nie gemacht. Wie schade. Aber es durfte auch nicht sein. Wir waren Geliebte und Geliebter, Schattenmenschen. Es gab uns, nur für uns.

Aber ich träume immer noch davon, dass wir eines Tages aus dem Schatten hervortreten. Ich wünsche es mir so sehr.

Es gibt so vieles, was ich mit dir gemeinsam erleben will. So viele Situationen, in denen ich wünschte, du wärst hier. So vieles, was mich an dich erinnert, und dich einfach nicht vergessen macht. Ich vermisse dich. Was wir sprachen, was wir träumten, das halte ich fest.

Du gehörst in mein Leben. Es war immer so. Es bleibt so. Auch wenn ich mit meinen Sehnsüchten und Hoffnungen alleine zurück bleibe. Ich schaue aus dem Fenster und sehe im Schnee meine Träume. Mit dir.

Weil ich fühle, dass nichts umsonst gewesen ist, und nichts umsonst sein wird.

Polly 

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