Der Alltag hat mich wieder?

Auf geht’s! Oder nicht…Nach den Tagen der Ruhe und Besinnlichkeit, des Schlemmens und Feierns hat er uns wieder…. Der Alltag.

Aber seid es dich für mich nicht mehr gibt, komme ich dort irgendwie nicht richtig an. Ich sehe das neue Jahr vor mir und frage mich, soll ich es wirklich ganz ohne dich erleben? Durchleben? Durchstehen? Oder wie auch immer man das nennen kann.

Ich bin noch lange nicht ich selbst. Ich hätte nicht gedacht, dass du mich je so aus der Bahn werfen kannst. Aber jetzt ist es so, ich bin neben der Spur. Total.

Die Wochen, die ich jetzt schon zu hause bin, haben noch keine Besserung gebracht. Alles in meinem Kopf kreist um dich… um uns. Die vom Arzt gut gemeinten Medikamente, gegen Heulkrämpfe und Co bescheren mir nichts außer Haarausfall und Pickel…aber keine bessere Gemütslage. Und dich bringen sie auch nicht wieder…

Natürlich fiel für mich vieles zusammen… der Tod meiner Mutter, das neudeutsche Burnout, mein labiles Wesen, meine Unzufriedenheit, der Winterblues….alles nicht unbedingt Zuckerstückchen… Mit dir wären sie leichter zu schlucken…

Am meisten quält mich, dass ich nicht weiß, wie es dir geht und was du tust. Dass ich dich nicht mehr in meinem Leben haben soll. Das da jetzt Stille ist. Ich ertappe mich dabei, wie ich in der Stadt nach deinem Auto Ausschau halte, wie ich immer wieder verstohlen auf mein Handy blicke, wie ich dich so unendlich vermisse. Ich suche nach dir, beim Einkaufen, beim Arzt, beim Bummel durch die Stadt…Du fehlst mir.

Es ist als ob ein Teil von mir selbst fehlt. Da bleibt ein Loch, und ich weiß nicht, mit was ich es stopfen soll…Ich erkenne mich nicht wieder. Das macht mir Angst. Ich fürchte mich, vor mir selbst.

Aber da ist ja noch unser unsichtbares Band, an dem ich mich festhalte…, auch wenn es mich nicht gleich zum Ziel führt. So ist das Leben. Mein Leben. Und du bist ein Teil davon, mal mehr und mal weniger…Es liegt an mir, deinen Platz so zu gestalten, dass er mir nicht die Luft zum atmen nimmt.

Was gilt es also für mich im neuen Jahr als erstes zu tun? Mich aufräumen! Ich hoffe, das geht so:key-123554_640

  • Gehirn und Herz im richtigen Moment aus und wieder anschalten….!!!
  • Nicht dauernd aufs Handy glotzen.
  • Wieder lachen.
  • Wieder fit für den Flohzirkus werden.
  • Die Gedanken ordnen und nach vorne blicken.
  • Die Tür zu meinem Herzen nicht ganz verschließen, Schlüssel unter die Matte… 

Es ist zu schaffen, ohne Groll. Mit viel Mut und Spucke….

Polly

Advertisements

2 Gedanken zu “Der Alltag hat mich wieder?

  1. Ach ist das traurig, Polly!
    Wieso können wir denn nicht so leben, wie wir glücklich sind, wir Menschen? Wieso, wenn ihr euch doch so liebt, findet ihr nicht endgültig zueinander und seid glücklich? Ist doch besser als ohne einander unglücklich zu sein……

    Na, ich bin gespannt, wie es weitergeht. 😉

    Gefällt 1 Person

Was sagst du dazu? Bin sehr gespannt :-)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s